Hijas de la Paz – Töchter des Friedens

Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Integration gefährdeter junger Frauen

Wo? Kolumbien, Quindio und Valle del Cauca, in Amanecer nahe Armenia

 

Wer? Guerrand Hermes Foundation for Peace (GHFP), Kolumbien

 

Was? Der fünfzig Jahre andauernde Konflikt machte in Kolumbien mehr als 8 Millionen Einwohner zu Binnenflüchtlingen. Trotz Friedensabkommens leben viele Menschen in prekären Verhältnissen. Fehlende Perspektiven und Armut drängen besonders Jugendliche in eine Spirale aus Gewalt, Drogen und Kriminalität. Das in 2021/2022 durchgeführte Projekt mit Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ermöglichte 32 jungen Frauen aus den Provinzen Quindio und Valle del Cauca, ihre Lebensbedingungen deutlich zu verbessern.

Personen liegen im Kreis auf dem Boden
Bewusstseins-Bildung als Teil der viermonatigen Ausbildung © Hijas de la Paz

In einer viermonatigen Intensivphase erlebten sie in einem Schulungszentrum psychosoziale Betreuung, Persönlichkeitsentwicklung und Berufsberatung sowie Trainings, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Anschließend folgte eine zehnmonatige Umsetzungsphase in den Heimatgemeinden. Dort wurden die jungen Frauen von Sozialarbeiter:innen begleitet und gefördert. Mit der Vorbereitung durch das Projekt haben sie Zugang zu kostenlosen staatlichen Ausbildungsprogrammen erhalten. Alle 32 Frauen entwickelten unternehmerische Initiativen. Sechs von ihnen bereiten sich derzeit auf die Gründung ihres eigenen Unternehmens vor. Im besten Fall werden sie nun zu Vorbildern für andere Jugendliche und wachsen in eine Multiplikatorenrolle hinein.

Absolventinnen posieren mit Robe und Hut
Abschlussfoto zur Übergabe der Zertifikate 2021 mit Robe und Hut © Hijas de la Paz

Die Erkenntnis der Teilnehmerinnen, dass sie, um ihre Träume zu verwirklichen, ihre Ausbildung abschließen bzw. fortsetzen müssen, ist vielleicht einer der wichtigsten Erfolge des Projekts. Diese signifikante Veränderung des Selbstwertgefühls und die verbesserte Wahrnehmung ihrer eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen wurden während des Projektmonitorings und der Evaluation deutlich.

Finanzierung: Das ehemalige Projekt hatte ein Volumen von 107.000 Euro und wurde zu 90% vom BMZ gefördert. Gerne möchten wir weiteren Frauen diese Ausbildung und Begleitung ermöglichen und streben ein ähnliches Projekt an, hoffentlich auch wieder mit Unterstützung durch das BMZ. Mit Spenden für Kolumbien unterstützen wir somit weiterhin Ausbildungskurse für junge Frauen.

Film über das Projekt Hijas de la Paz auf YouTube, 8:00 Min.

https://youtu.be/A-cZYEPgKy0

Portraitfoto Dr. Viktor Böhm
Dr. Viktor Böhm
Portraitfoto Lawrence Fryer
Lawrence Fryer

Projektbetreuung:

Dr. Viktor Böhm, Lawrence Fryer

 

Spendenkonto:

Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "Kolumbien"
IBAN: DE65 2512 0510 0007 4640 00
BIC: BFSWDE33HAN

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