Global Festival of Actions 2018 – Auszug aus dem Bericht von Romina Vianden-Prudent

 

Das Global Festival Of Actions für nachhaltige Entwicklung ist eine Veranstaltung der UN um die Ziele der Agenda 2030 für globale nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) bekannt zu machen und die Weltgemeinschaft dahin zu motivieren,  Aktionen für die Umsetzung zu entwickeln.

 

Das Festival ist eine Plattform für Führungskräfte, Aktivisten, UN Vertreterinnen und Vertreter, für Studierende, Regierungsmitglieder sowie für Delegierte von internationalen Organisationen und Vertretungen der Medien. Hier werden Ergebnisse vorgestellt, um das Verständnis untereinander zu vergrößern und Lösungsansätze aus verschiedenen Blickwinkeln auszutauschen. Ich habe für Susila Dharma Deutschland teilgenommen.

 

 

Die Themenschwerpunkte:

 

1.       Innovative Ansätze

 

2.       Bürgerschaftliches Engagement

 

3.        Verbreitung der SDG

 

4.       Mobilisierung durch Aktionen

 

5.       Gemeinsames Engagement von unterschiedlichen Interessensvertretungen

 

 

 

Leutchtturmprojekte aus 2017:

 

 

Mexico: 300.000 Jugendliche gewonnen, die ein persönliches Bekenntnis zu den SDG abgegeben haben.

Hospital für Emotionen in Mexico City für junge Menschen.

 

Marokko: 300 Botschafter gewonnen für landesweite SDG Kampagne.

Zehn delegierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Konferenz 2018.

 

Tunesien: Gründung African Youth Movement for SDG, heute 10.000 Mitglieder.

Veranstaltung zum Global Day of Action am 25.9.

 

Schweden: Öffentlichkeitsarbeit zu SDGs => Young Team – Ausstellung, Day to Day Heros – Kampagne, Gala for Goals.

Webbasierte Plattform für SDG Netzwerk.

 

UN SDG: My World Projekt/Oculus => 360° Video mit smartphone-großer Kamera, für Einsatz in Projekten der SDG Aktivisten.

 

 

 

Erkenntnisse, die die Arbeit von SD in Deutschland inspirieren könnten:

 

 

Mir ist aufgefallen, dass besonders die jungen Teilnehmenden in ihren Beiträgen Werte einforderten wie Verbindlichkeit, Fleiß, Ergebnisorientierung und gesellschaftliche Teilhabe. Sie schätzen guten Umgang und achtsame Kommunikation, dabei wollen sie Qualität und Erfolg erleben als Treiber zu weiterer Motivation. Eine Mexikanerin sagte z.B.: ich setze jeden Tag neben meinem heraus-fordernden Beruf 2 Stunden für das Ehrenamt ein, um die SDGs in Mexico zu verbreiten. Eine Aktivistin aus Schweden sagte: Wir machen innovative Projekte, da passieren Fehler und deshalb muss ich Kritik aushalten können. Am Ende habe ich meistens gerade daran viel gelernt. Und… Jugend erneuert sich selbst, wir sind nicht die Zukunft – wir sind heute!

 

Ich wage allerdings auch zu behaupten, dass die Teilnehmenden eine Art Elite darstellen. Menschen, die sich hochgearbeitet haben in bestehenden Systemen. Und zwar mit persönlichem Willen und großer Einsatzbereitschaft. Ein ca. 45-jähriger Teilnehmer aus Afghanistan beschrieb seinen harten Weg aus den Slums, mit Flucht, die in England endete und in eine akademische Ausbildung mündete.

Dies sind keine Menschen, die ängstlich sind oder schwer zu motivieren. Auch Frauen aus Afrika und Südamerika haben mich beeindruckt durch ihre Entschlossenheit und Energie. Es ist ein Engagement für die Schwachen der Gesellschaft auf dieser Konferenz. Kein technischer, finanzieller oder politischer Lösungsansatz ersetzt den persönlichen Umgang zwischen Menschen, auch dies ist eine Botschaft von dieser Veranstaltung: persönliches Vertrauen und verlässliche Beziehungen kann man nicht kaufen, die entstehen im unmittelbaren Umgang miteinander!