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Unsere Partner:

Fundación Educativa Amor (FEAmor)

Erziehung in Liebe - Arbeit für den Frieden

Wo? Bogota, Kolumbien


Wer? Sebastian Olmedo de los Rios, Schulleiter


Was? Die FEAmor entstand 1982 als Initiative der Erzieherin Monica Ramirez und ihres Ehemanns Sebastian Olemdo de los Rios, einem Priester der anglikanischen Kirche. Auf einem geschenkten Stück Land entstanden mit einfachsten Mitteln die ersten Gebäude. Es kamen weitere Gebäude dazu – sie sind heute noch behelfsmäßig und sehr reparaturbedürftig, aber es reicht für Schule, Sport und Spiel und einen kleinen Versuchsgarten. Sebastian ist heute noch Leiter der FEAmor.

Der Schulgarten des Colegio Amor Der Schulgarten des Colegio Amor

Nach Santa Ana in Soacha, wo die Fundación Educativa Amor sich bis heute befindet, sind viele Familien gekommen, die vor dem Bürgerkrieg aus ländlichen Regionen in die Städte geflohen sind. Die Regierung war von diesem Zustrom überfordert – es  fehlte an allem. Diesen Menschen zu helfen und für die Kinder eine Schule zu bauen, die ihnen auch Schutz bieten würde, dafür waren Monica und Sebastian angetreten.

 

Dank der damals großen Unterstützung durch private Spenden aus dem Ausland war  es möglich, umfassende existentielle Hilfe für diese Menschen zu leisten.


Heute sind viele der behelfsmäßigen Bauten von den Hügeln um Soacha verschwunden und der Stadtteil hat sich zu einer Arbeitersiedlung gemausert – der Bürgerkrieg aber geht weiter. In diesem kritischen Umfeld ist die Arbeit der FEAmor  heute genauso wichtig wie in den Anfangsjahren. Es gibt auch immer noch zu wenig staatliche Schulplätze und die Regierung verlässt sich weiter auf die vielen privaten Schulen, die sie mit Stipendien für die besonders bedürftigen SchülerInnen unterstützt.

Wurstherstellen in der Schule Wurstherstellen in der Schule

 

In der Schule der FEAmor, dem Colegio Amor, gibt es von der Vorschule bis zur  Hochschulreife nach der 11. Klasse eine staatlich anerkannte Schulbildung. Daneben können Grundkenntnisse in EDV, Kochen und Backen erworben werden.

Für die  regelmäßige Teilnahme an diesen Kursen, die teils während der Schulzeit, teils  außerschulisch stattfinden, gibt es mit dem Abgangszeugnis eine Art „Diplom“. Es werden auch berufsbildende Maßnahmen angeboten: In den Räumen und Werkstätten der FEAmor führt die Nationale Ausbildungsagentur (SENA)  Weiterbildungs- und Umschulungskurse für Erwachsene durch.


Pädagogische Ziele:

  • Vermittlung von Wissen und Werten in einem Umfeld, in dem sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Liebe und Respekt begegnen.
  • Die Heranbildung junger Menschen, die ihre Rechte und Pflichten kennen und selbstbewusst für sich und andere Verantwortung übernehmen können und als „Vermittler von Veränderung“ ihr soziales und politisches Umfeld positiv beeinflussen.
  • Eigeninitiative und Selbständigkeit: die Fähigkeit, sich selbst Wissen zu organisieren und kritisch anzuwenden, Teamfähigkeit und problemlösendes Denken.

 

Finanzierung: Die finanzielle Situation bleibt unsicher, aber daran haben sich alle gewöhnt und solange die Schule eine so gute Arbeit leistet, ist sie ein Erfolg. Für 400 SchülerInnen gibt es jährliche 10-monatige Stipendien von der Schulbehörde von je  130 Euro. Dazu kommen Einschreibungs- und monatliche Schulgebühren von denen,  die es sich leisten können. Die Beantragung und Sicherstellung von so vielen  Verträgen wie möglich und die Nachweise der Bedürftigkeit der betroffenen Familien sind für die Schulleitung mit viel Mühe und manchen Hindernissen verbunden. Von den in den Anfangsjahren zahlreichen ausländischen Spendern ist nur noch die  Fördergruppe aus Deutschland übrig. Deshalb ist es erfreulich, dass die  Hilfsbereitschaft in Kolumbien zugenommen hat. Chronische Unterfinanzierung und  die nur schleppend fließenden Stipendiumszusagen der Regierung führen zu  regelmäßigen finanziellen Engpässen, die LehrerInnen können monatelang nicht bezahlt werden – dies führt zu starker Fluktuation bei den Lehrenden.

 

Trotz der vielen Schwierigkeiten geht die Fundación Educativa Amor unbeirrt ihren Weg, auf dem wir sie weiter unterstützen werden – und so möchten wir mit der Bemerkung einer deutschen Projektbesucherin schließen: „Als wir durch Soacha fuhren und beim Projekt ankamen, wich die graue Tristesse um uns herum dem fröhlichen Klang spielender Kinder auf einem Schulhof. Die Atmosphäre ist sehr gut; die Kinder sind offen, neugierig und glücklich“. Das ist doch sehr viel.

 

  

Projektbetreuerin:
Renée Zimmer

Kontakt


mit Unterstützung von Lawrence Fryer

und Dag Lucke

 

Spendenkonto:

Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "Amor"
Kto. 7464000
BLZ 251 205 10