Centro Educativo Abya-Yala (CEABY)
Mehr kindgerechtes Lernen
Wo? Quito, Ecuador
Wer? David Falconí, Schulleiter
Was? Ein Selbsthilfeprojekt, das wächst und manchmal wieder etwas schrumpft, mal schwankt und mal fest auf beiden Beinen steht, stetig aber nach vorn schaut. Das Gebäude besteht mittlerweile aus drei kleinen Wellblechpavillons, die Raum für insgesamt 60 SchülerInnen und Kindergartenkinder bieten. Zwar sind die Klassenräume oft zu eng, was besonders in den Fachräumen, die viel Material benötigen, zu einem Problem wird. Jedoch sind Lerngruppen mit geringen Schülerzahlen von CEABY angestrebt, da sie eine individuellere Betreuung der Kinder sowie bessere Verständigung unter den SchülerInnen ermöglichen – ein großer Unterschied zu den staatlichen Schulen, in denen auf Grund hoffnungslos überfüllter Klassen Frontalunterricht an der Tagesordnung ist.
Auch eine Küche entstand vor einigen Jahren, so dass die Kinder nun mit einem Mittagessen versorgt werden können. Da die Eltern oft mehrere Aushilfsjobs haben, wird dieses Angebot sowie die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag dankend angenommen. Verschiedene Verschönerungsaktionen für Schulhof und Klassenräume ließen das Gelände zu einem bunten Ort werden, der sich von der sonstigen grauen Umgebung Carcelen Bajos, so der Name des Stadtteils, abhebt.
Zurzeit sieht sich das Projekt mit vielen bildungspolitischen Veränderungen konfrontiert, die sich auf die Schülerzahlen und somit auch auf die Finanzierung auswirken. In diesem Prozess ist das fünfköpfige Kollegium stärker denn je gefragt, die Schule durch seine pädagogische Arbeit attraktiv zu gestalten und über neue Schwerpunkte nachzudenken. Die Förderung des integrativen Charakters, Ausarbeitung alternativer Lehrmethoden und die Verbesserung des Englischunterrichts gehören zu den Punkten, mit denen CEABY zukünftig verstärkt auf bildungsbewusste Familien zugehen möchte. Denn genau hier hebt sich die Arbeit des Projekts von der weit verbreiteten Vorstellung von Bildungsvermittlung im konventionellen Schulsystem ab. Wie jede Veränderung kann auch diese positive Spuren hinterlassen und so ist es nun an CEABY all die Umstrukturierungen im Bildungssystem zu nutzen, um kindgerechtes Lernen stärker zu etablieren.
Finanzierung: CEABY ist mehr denn je auf die Unterstützung aus dem Ausland angewiesen, da bereits erwähnte Veränderungen im ecuadorianischen Bildungssystem auch für finanzielle Probleme sorgen. Eine von der Regierung eingeführte Erhöhung der niedrigen Lehrergehälter und gleichzeitig sinkende Schülerzahlen durch neuerdings kostenfreie staatliche Schulen sorgen für Löcher in der Schulkasse und verlangen nach neuen Finanzierungsideen. SD unterstützt immer wieder durch Spenden, vor allem um dringende Umbauten oder Materialanschaffungen zu finanzieren. Die momentan schwierige Lage verlangt jedoch auch eine stärkere Beteiligung an den laufenden Kosten. Auch Sachspenden von Unterrichtsmaterial für selbstorganisiertes Lernen im vorigen Jahr sind eine Hilfe.
Projektbetreuerin:
Luisa Pischner
Spendenkonto:
Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "CEABY"
Kto. 7464000
BLZ 251 205 10