Kingantoko
Nachhaltige Landwirtschaft für ein Dorf im Kongo
Wo? Kingantoko, 35 km südöstlich von Kinshasa, Demokratische Republik Kongo
Wer? Ein Team von 6 Leuten aus Kingantoko und Kinshasa (5 Landwirte & 1 Kaufmann)
Was? Während meines Aufenthalts in der demokratischen Republik Kongo im Jahr 2004 wurde ich von Dieudonne und Papy Kabondo begleitet, die mir bei allen möglichen Problemen behilflich waren. Auf meinen regelmäßigen Streifzügen durch die Gegend traf ich immer wieder Dorfbewohner auf ihrem täglichen Gang zu ihren Feldern wo sie meist Maniok anbauten. Neben ausreichendem Trinkwasser fehlte es in Kingantoko außerdem an einer elektrischen Versorgung, an umfassender medizinischer Versorgung, einer schulischen Infrastruktur für alle Kinder und jeglichen Verdienstmöglichkeiten für die Dorfbewohner abseits der Subsistenzlandwirtschaft.
Dorfbewohner holen Wasser
Um den Bewohnern von Kingantoko eine bessere wirtschaftliche Perspektive zu geben und damit hoffentlich eine positive Entwicklung anzustoßen, fördern wir eine nachhaltige Landwirtschaft in Kingantoko. Der Verkauf der dort angebauten Produkte kommt dabei allen Beteiligten zugute. Damit soll die Ernährungssituation im Dorf verbessert, die Kosten dafür verringert und eine nachhaltige Bewirtschaftung vermittelt werden.
Seit der zweiten Jahreshälfte 2010 werden auf mittlerweile 1,5 ha Land Maniok, Bohnen, Tomaten und Auberginen angebaut. Finanziert durch Spenden konnten wir Arbeitsmaterialien sowie Samen kaufen. Die Entwurzelung und Vorbereitung der Fläche übernahmen dabei die Projektbeteiligten selber. Zusätzlich zur Aussaat muss die landwirtschaftliche Fläche regelmäßig gejätet werden.
Künftig sollen Fortbildungen im Subudhaus in Kingantoko zusätzlich die landwirtschaftlichen Kenntnisse der Dorfbewohner verbessern. Vor allem soll der Zielgruppe - also den Dorfbewohnern und allen anderen Interessierten - eine nachhaltige, organische Landwirtschaft vermittelt werden. Durch den „best practice“ Charakter der vom Projekt unterstützten Anbaufläche sollen die beteiligten Personen, die dort durchgeführten nachhaltigen Arbeitsabläufe und Techniken auf ihre eigenen Ackerflächen übertragen können.
Das Projektteam vor Ort
Bei einem erfolgreichen Verlauf des Projekts kann später zusätzlich eine Kleintierzucht aufgebaut werden. Durch verschiedene Gespräche mit Dorfbewohnern und Spaziergänge durch das Dorf ist zum Beispiel aufgefallen, dass dort keine Hühner oder andere Kleintieren gehalten werden. Dies erfordert allerdings größeren finanziellen Aufwand und soll deswegen als langfristiges Ziel verfolgt werden.
Finanzierung: SD unterstützte zuletzt die Anschaffung von Arbeitsmaterial (Macheten, Hacken, Gießkannen und Schaufeln) und Samen für den Anbau von Maniok, Mais, Erdnüsse und Bohnen. Das Projektteam kümmert sich um die Bereitstellung der Felder. Dazu zählen unter anderem die Befreiung der Flächen von Wurzeln, Baumstämmen und ähnliches, die Lockerung des Bodens, Aussaat und Entkrautung.
Projektbetreuer:
Thomas Sailer
Spendenkonto:
Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "Kingantoko"
Kto. 7464000
BLZ 251 205 10