Yayasan Usaha Mulia (YUM)
Bekämpfung von Malaria in sechs Dörfern in Zentralkalimantan
Wo? Zentralkalimantan, Indonesien
Wer? Yayasan Usaha Mulia, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Was? Zentralkalimantan ist endemisches Malariagebiet, d.h. die Menschen leben in der ständigen Gefahr einer Ansteckung mit der im Projektgebiet vorherrschenden milderen Form der
durch Mücken übertragenen Infektion. Wiederholte Malariaerkrankungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter verlaufen zwar nur selten tödlich, aber sie beeinflussen gravierend das
Wohlbefinden, die Entwicklung und die Arbeitsleistung. Fehltage durch Krankheit führen zu Verdienstausfällen, und Kinder und Jugendliche fallen in der Schule zurück, was sich wiederum auf ihre
Chancen als Erwachsene negativ auswirkt.
Bei einer Studie, die der Projektpartner YUM vor Beginn des Projekts durchführte, benannten die ProjektteilnehmerInnen die Malaria als das Problem Nr. 1 in ihrem Leben. Zwei volle Jahre dauerte es, bis die Programme entwickelt und vom BMZ akzeptiert wurden, damit die ersten Gelder 2008 fließen konnten. Die Programme erfüllen alle Kriterien einer Malariabekämpfung nach neuesten Erkenntnissen, wie sie auch von der Weltgesundheitsbehörde praktiziert wird.
Auf Wunsch des BMZ wurde noch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in drei Dörfern sowie der Bau von Latrinen in Eigenleistung mit in die Förderung aufgenommen.
Die Programme im Einzelnen:
- Diagnose und Behandlung mit herkömmlicher, lokal erhältlicher Medizin oder einem Kombinationspräparat, in dem die Wermutspflanze Artemisia Annua stark potenziert mit herkömmlichen Medikamenten verabreicht wird.
- Vorbeugende Maßnahmen wie die Nutzung von imprägnierten Bettnetzen, Sprühen der Innenräume der Häuser sowie die Behandlung von Moskito-Brutstätten im Siedlungsgebiet mit einem Insektizid, das die Larven abtötet.
- Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in drei Dörfern.
- Sensibilisierung der Bevölkerung für die negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit durch die Stuhlentleerung in Feldern und Gewässern. Bau von Latrinen in Eigeninitiative.
Alle Programme konnten erfolgreich umgesetzt werden. Eine externe Evaluierung im März 2009 hat gezeigt, dass bereits zu diesem Zeitpunkt die Malariainfektion im Projektgebiet fast bei null lag. Wir sehen dies vor allem als Ergebnis der erfolgreich angewendeten Vorbeugungsmaßnahmen und der erhöhten Wachsamkeit der ProjektteilnehmerInnen, die in mehreren Kampagnen von den MitarbeiterInnen von YUM auf die Symptome und die Ansteckungs- wege der Malaria aufgeklärt wurden.
Es wurde viel Wert gelegt auf eine intensive Zusammenarbeit und Sensibilisierung der Zielgruppe, um zu vermeiden, dass Anlagen von Externen gebaut und nachher nicht genutzt werden.
Finanzierung: Das Projekt hatte anfangs einen finanziellen Umfang von 251.000 Euro – im Juli 2010 wurde es noch einmal um 60.000 Euro aufgestockt und die Projektlaufzeit
bis 30. Juni 2011 verlängert. 75% der Gelder kommen vom BMZ, 25% müssen von SD und dem Projektpartner aufgebracht werden.
Film über die Arbeit von YUM in Kalimantan:
http://www.youtube.com/watch?v=CHBz2YKqiFo
Projektbetreuerin:
Renée Zimmer
Lawrence Fryer
(Finanzen)
Spendenkonto:
Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort "YUM-Malaria"
Kto. 7464000
BLZ 251 205 10